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Integrativer Krippenweg im Schlosspark Saffig

Ein herzliches Willkommen auf unserem integrativen (online) Krippenweg.
Wir freuen uns, dass Du da bist!

Ich bin da. Integrativer Krippenweg im Schlosspark Saffig

Übersichtskarte Saffiger Krippenweg

Die Rundwege auf einen Blick

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Parkplatz Rundweg

Du bist da. Herzlich willkommen!
Parkplatz Aumerich 4

2
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Integrativer Krippenweg

Gezeichnete Krippenfiguren begleiten Dich auf dem Rundweg.

3
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Kleiner Krippen-Pfad

Entdecke selbstgebastelte und klassische Krippen auf dem kleinen Krippen-Pfad.

4
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Skulpturen-Weg

Das Kunstforum Mayen hat aus toten Bäumen lebendige Skulpturen erschaffen.

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Parkplatz Rundweg

Du bist da. Herzlich willkommen!
Parkplatz Aumerich 4

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Integrativer Krippenweg

Gezeichnete Krippenfiguren begleiten Dich auf dem Rundweg.

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Kleiner Krippen-Pfad

Entdecke selbstgebastelte und klassische Krippen auf dem kleinen Krippen-Pfad.

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Skulpturen-Weg

Das Kunstforum Mayen hat aus toten Bäumen lebendige Skulpturen erschaffen.


Integrativer Krippenweg

Informationen zum integrative Krippenweg

Auf unserem integrativen Krippenweg findest Du viele gezeichnete Figuren der Weihnachts-Geschichte.
Die Zeichnungen wurden gemeinsam mit dem Verein "Kunst-Akademie Rheinland" entwickelt.

Alle Figuren begleitet die Aussage: Ich bin da.
Gott selbst hat den Menschen gesagt: Ich bin der Ich-bin-da.
Das bedeutet, Gott begleitet uns auf allen Wegen.
Auch Jesus sagte: Ich bin bei Euch alle Tage.
An dieses Versprechen möchten wir mit dem Krippenweg erinnern.

Alle Figuren stellen sich eine Frage.
Die Frage kannst Du Dir wenn Du möchtest, selbst beantworten.
So wirst auch Du Teil der Weihnachtsgeschichte.

Der Krippenweg ist in unserem Schlosspark in Saffig als Rundgang zu sehen.
Er kann in der Advents-Zeit und in der Weihnachts-Zeit besucht werden.

Ich bin da. Ein Schaf.

Ich bin da. Ein Schaf.
Impulstext Schafe
Die Schafe in Leichter Sprache
Impulstext Schafe

Ich bin ein Schaf.

Im Grunde sind wir Schafe recht anspruchslos: Eine große Weide, ein einfacher Unterstand, für den Winter einen Stall sowie Futter und Wasser, mehr ist eigentlich nicht notwendig. Damit wir Schafe uns wohlfühlen und gesund bleiben, ist jedoch ein gewisses Maß an Grundwissen über die richtige Haltung und Pflege notwendig.

Was Du über die Schafhaltung wissen musst:

Zunächst einmal: Wir Schafe sind ausgesprochene Herdentiere und sollten in einer Anzahl von mindestens drei Exemplaren gehalten werden.

Neben Platz benötigen wir Schafe auch recht viel Zeit und Aufmerksamkeit, wobei manche Jahreszeiten naturgemäß arbeitsintensiver sind als andere. Milchschafe beispielsweise müssen regelmäßig gemolken werden und sind schon aus diesem Grund mit mehr Aufwand verbunden als die Haltung von reinen Fleischschafen. In Bezug auf Wollschafe gilt dieselbe Überlegung, denn diese müssen jährlich geschoren werden.

Eigentlich können wir uns auf unsere Hirten immer verlassen. Sie schützen uns auch vor Gefahren. Bei Tag und bei Nacht. Aber in dieser einen, besonderen Nacht, es war taghell geworden und wir waren unruhig, haben die Hirten uns in unserem Pferch zurück gelassen.

Allein!

Nur bewacht vom Hütehund. Das war erschreckend!

Das kleinste Schaf ist hinter den Hirten hergelaufen. Es ist besonders neugierig und geht oft eigene Wege. Es hat uns berichtet, was im Stall geschehen ist: Menschen im Stall. Ein Baby im Futtertrog. Ochs und Esel, ganz freundlich. Die Hirten hätten Geschenke mitgebracht – ein kleines Fell, Schafsmilch, Brot. Dabei haben sie selbst kaum etwas. Kaum zu glauben. Da hat es bestimmt wieder einmal zu dick aufgetragen. Das kleine Schaf hat vom Lamm Gottes gesprochen – was es da wieder phantasiert hat!?

Und was meint es damit, dass ER dem Verlorenen nachgeht und sucht, bis ER es gefunden hat? Ich gehe bestimmt nicht verloren! Ich bleibe immer bei meiner Herde!


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Die Schafe in Leichter Sprache

Schafe sind friedliche Tiere. Sie sind für die Hirten lebensnotwendig, weil sie den Menschen Milch und Wolle geben.

Ich bin da. Ein Hirte.

Ich bin da. Ein Hirte.
Impulstext Hirte und Hirtin
Der Hirte in Leichter Sprache
Lied-Tipp
Impulstext Hirte und Hirtin

Impulstext

Ich bin eine Hirtin

Ich liebe meine Arbeit!
Es spricht nichts dagegen mit der Herde zu gehen.
Ich habe mich mit den Schafen und Ziegen immer wohl gefühlt.
So sicher und warm. Geborgen!

Und dann die Gewissheit, dass die Sonne morgens auf- und abends wieder untergeht.
Dazwischen die Nacht mit dem Mond und den Sternen.
Die schlafende Herde, der Hund, der immer mit einem Ohr lauscht.
Und die Wache am Feuer.
Dann ist das Licht aufgetaucht. Heller als alles Licht, dass ich je gesehen habe.
Mitten in der Nacht!

Und die Botschaft war besser als jede, die ich je gehört habe: „Fürchte Dich nicht!

---

Ich bin ein Hirte

Ich habe einen guten und verantwortungsvollen Beruf.
Ich hüte die Herde.
Vielleicht mag das für den ein oder anderen nicht so wichtig sein, aber es ist eine wichtige Aufgabe!

Ich führe die Schafe auf gute Weiden und an die Wasserstellen.
Ich weiß den Weg
Ich schütze sie bei Gefahren.
Ich kenne meine Schafe, jedes einzelne.

Diese Nacht war anders.
Die Herde war unruhig. Und ich mit ihr.
Wir hatten zusammengesessen bei der Wache und zum Himmel hinauf geschaut.
Wir haben von den Missständen im Land gesprochen und davon, dass doch endlich der Retter, der Messias kommen sollte. So war es doch versprochen von alters her.
In mir war diese Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit.

Dann das Licht und die Botschaft des Engels: „Ihr werdet finden!“


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Der Hirte in Leichter Sprache

Die Hirten sind arme Leute und wohnen in Höhlen. Sie sind von der Gesellschaft ausgeschlossen. Doch Gott denkt anders als die Menschen, denn durch seinen Engel lässt er die Hirten als erstes von der Geburt Jesu wissen.

Lied-Tipp

Kommet Ihr Hirten

1. Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun,
Kommet, das liebliche Kindlein zu schaun,
Christus, der Herr, ist heute geboren,
Den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!

2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
Was uns verheißen der himmlische Schall;
Was wir dort finden, lasset uns künden,
Lasset uns preisen in frommen Weisen:
Halleluja!

3. Wahrlich, die Engel verkündigen heut
Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud:
Nun soll es werden Friede auf Erden,
Den Menschen allen ein Wohlgefallen:
Ehre sei Gott!

Text: Carl Riedel, 1866
aus: Gotteslob, Trier 2013

Ich bin da. Ein Engel.

Ich bin da. Ein Engel.
Impulstext Engel
Ein Engel in Leichter Sprache
Gedicht - Die Engel
Impulstext Engel

Ich bin ein Engel.

Gabriel ist mein Name. Das heißt übersetzt „Gott ist Kraft“.

Ich bin der Bote Gottes!
Der Engel des Herrn!
Ich bringe die Botschaft, dass etwas Wichtiges, etwas Neues geschieht.
Etwas, woran niemand mehr glauben wollte.
Ich bringe die Botschaft, dass bei Gott nichts unmöglich ist.

Wenn ich zu den Menschen komme erschrecken sie oft.
Kein Wunder, denn in meinem Sagen und Tun wird die Gegenwart Gottes sichtbar.
„Habt keine Angst! Fürchte Dich nicht!“ – ich weiß nicht wie oft ich und all die anderen Engel das schon gesagt haben.

Natürlich macht Neues und Unbekanntes auch Angst.

Aber noch einmal sage ich: „Fürchte Dich nicht! Vor nichts und niemand! Geh aufrecht! Gott steht hinter Dir. Er stärkt Dir den Rücken!“

Dann bleibt natürlich noch die Entscheidung des jeweiligen Menschen offen.
Ich nenne hier Daniel, Zacharias, Maria, Josef, die Hirten….

DU!

Um nur ein paar zu nennen….

Glaube ich Gott?
Bin ich nicht zu alt um Vater zu sein?
Traue ich mir zu Mutter zu werden?
Vertraue ich der Liebe, die in meinem Herzen ist?
Wage ich den neuen Schritt in den neuen Lebensabschnitt?
Bin ich mutig genug diese Aufgabe zu übernehmen?

Es ist aber sicher: „Gott ist da! Fürchte Dich nicht!“

Denn er hat seinen Engeln befohlen Dich zu behüten auf allen Deinen Wegen!


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Ein Engel in Leichter Sprache

Engel sind die Boten Gottes. Das heißt, sie bringen Nachrichten von Gott zu den Menschen. So bringen Sie die Nachrichten von der Geburt Jesus zu den Hirten.

Gedicht - Die Engel

Die Engel – Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,

die Engel.
Sie gehen leise, sie müssen nicht schrein,
oft sind sie alt und hässlich und klein,
die Engel.

Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand,
die Engel.
Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,
oder er wohnt neben dir, Wand an Wand,
der Engel.

Dem Hungernden hat er das Brot gebracht,
der Engel.
Dem Kranken hat er das Bett gemacht,
und hört, wenn du ihn rufst, in der Nacht,
der Engel.

Er steht im Weg und er sagt: Nein,
der Engel.
Groß wie ein Pfahl und hart wie ein Stein –
Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,
die Engel.

Rudolf Otto Wiemer
Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit.

Ich bin da. Ein Sterndeuter.

Ich bin da. Ein Sterndeuter.
Impulstext Sterndeuter
Der Sterndeuter in Leichter Sprache
Impulstext Sterndeuter

Ich habe den Stern aufgehen sehen! Dieses große Licht am nächtlichen Himmel.

Zuerst dachte ich, dass ich mich vertan hätte. Ein Traumbild vielleicht. Wunschvorstellung.

Aber in der nächsten Nacht sah ich ihn wieder. Diesen Stern mit dem langen Schweif.
Ich spürte tief in meinem Herzen, dass dies eine Botschaft an mich, an unser Volk war:

„Heb in den Himmel dein Gesicht. Steh und lausche, weil Gott handelt.
Die ihr noch wohnt im Tal der Tränen, wo Tod den schwarzen Schatten wirft:
Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen.“

Unsere Gebete waren erhört worden!

Dieser Stern erzählte von der Geburt eines großen Königs, der seine Spuren in dieser Welt hinterlassen würde:
Ein König, der Licht in das Dunkel der Welt bringen würde – für alle Völker.
Ein König, der die Menschen nicht ausbeuten und verskalven würde.

Ein König, der nicht mit seinem Heer durch das Land reiten würde, um sich alles zu nehmen oder alles zu zerstören. Nie mehr Klagen, nie mehr Krieg, Verrat und bittere Zeit!
Kein Kind, das nachts erschrocken schreit, weil Stiefel auf das Pflaster schlagen. Ein Friedensfürst wird er sein.

Ein König, der Recht und Gerechtigkeit wieder aufrichten würde. Die Liebe geht nicht mehr verloren. Das Unrecht stürzt in vollem Lauf.

Da musste ich hin. Den musste ich sehen

Da hat mich nichts mehr gehalten. Und ich nehme den Weihrauch mit. Ein Geschenk an einen König, der unsere Gebete und Bitten erhört.


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Der Sterndeuter in Leichter Sprache

Am Tag der Heiligen Drei Könige feiern Christen den Besuch der Heiligen drei Könige beim Jesuskind. Die drei Männer aus dem Morgenland werden auch als Sterndeuter, Weise oder Könige bezeichnet. Sie hießen Kasper, Melchior und Balthasar.

Die Bibel erzählt, dass einige kluge Männer kurz nach der Geburt des Jesuskindes einen neuen, hellen Stern entdeckten. Sie vermuteten, dass darunter ein neuer König geboren sein müsse. Sie folgten dem Stern und fanden so in einem Stall in Bethlehem Maria mit ihrem Baby. Laut Überlieferung erkannten die Sterndeuter Jesus in dem Kind und beschenkten das Baby mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Ich bin da. Ein Weiser.

Ich bin da. Ein Weiser.
Impulstext. Ein Weiser.
Ein Weiser in Leichter Sprache
Impulstext. Ein Weiser.

Wochen und Monate sind wir hinter dem Stern hergegangen.

Er hat uns den Weg gezeigt. Über Meere und durch Wüsten der Welt.
Mancher Weg hätte gerade sein können, weniger Berg und Tal.

Egal.

Immerhin sind wir schon mal in Israel angekommen.
Aus dem Jordantal sind wir herauf gestiegen. Ich fürchte mich nicht vor Wegelagerern. Meine Gabe für den neugeborenen König ist für die nicht interessant.
Myrrhe, die Bitterkräuter, die vom Leid und den Klagen der Menschen erzählen.
Wenn es der wahre König ist wird er das verstehen!

Wir sahen diese schöne Stadt auf dem Berg.
12 Tore sagte man uns. Der Tempel, der Palast des König Herodes.
So wie das Lied, dass wir unterwegs gelernt haben:

  • Refrain: In deinen Toren werd' ich stehen, du freie Stadt Jerusalem, in deinen Toren kann ich atmen, erwacht mein Lied.
  • 1. Ihr Mächtigen, ich will nicht singen eurem tauben Ohr: Zions Lied hab ich vergraben in meinen Wunden groß. Ich halte meine Augen offen, liegt die Stadt auch fern. In die Hand hat Gott versprochen, er führt uns endlich heim. In deinen Toren...
  • 2. Die Mauern sind aus schweren Steinen, Kerker, die gesprengt, von den Grenzen, von den Gräbern, aus der Last der Welt. Die Tore sind aus reinen Perlen, Tränen, die gezählt. Gott wusch sie aus ihren Augen, dass wir nun fröhlich sind. In deinen Toren...
  • 3. Die Brunnen, wie sie überfließen, in den Straßen aus Gold. Durst und Staub der langen Reise: Wer denkt daran zurück. Noch klarer als die Sonnenstrahlen ist Gottes Angesicht. Seine Wohnung bei den Menschen: mitten unter uns. In deinen Toren...

Doch dann, welche Enttäuschung. König Herodes wusste von keinem neugeborenen König. Seine Ratgeber und Gelehrten durchsuchten die Schriften und schickten uns nach Nazareth. Wir sollten hingehen und ihm dann berichten. Der war mir nicht geheuer! Jede Herberge in Nazareth vor übervoll. Nirgends ein neugeborenes Kind. Geschweige denn ein König. In einem Stall fanden wir eine junge Frau, einen Mann und ein kleines Baby. Ich wusste sofort: Hier bin ich richtig Dieses Kind ist der wahre König. Dieser König wird alle Tränen abwaschen. Der Tod wird nicht mehr sein, neues Leben wird uns gegeben. Mein Geschenk war genau richtig!

Wir sind auf einem anderen Weg nach Hause gegangen!


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Ein Weiser in Leichter Sprache

Am Tag der Heiligen Drei Könige feiern Christen den Besuch der Heiligen drei Könige beim Jesuskind. Die drei Männer aus dem Morgenland werden auch als Sterndeuter, Weise oder Könige bezeichnet. Sie hießen Kasper, Melchior und Balthasar.

Die Bibel erzählt, dass einige kluge Männer kurz nach der Geburt des Jesuskindes einen neuen, hellen Stern entdeckten. Sie vermuteten, dass darunter ein neuer König geboren sein müsse. Sie folgten dem Stern und fanden so in einem Stall in Bethlehem Maria mit ihrem Baby. Laut Überlieferung erkannten die Sterndeuter Jesus in dem Kind und beschenkten das Baby mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Ich bin da. Ein König.

Ich bin da. Ein König.
Impulstext. Der König.
Der König in Leichter Sprache
Impulstext. Der König.

Es war ein Wagnis dem Stern zu folgen.

Dem Stern, unter dem wir den neugeborenen König der Juden finden sollten.
Aber es ist immer gewagt, sich an Zeichen und Wunder zu halten – damals wie heute.
Wir haben uns auf den Weg gemacht, ohne zu wissen, wie weit dieser Weg ist.
Wir kannten einander nicht, wir kannten die Gefahren nicht.
Gut jedenfalls, dass ich nicht alleine unterwegs war!

`Mit einem Freund an der Seite ist kein Weg zu weit`, heißt es.
Na ja, zuerst waren wir nur Weggefährten.
Männer, die verrückt genug waren die Zeichen zu sehen, zu deuten und darauf zu vertrauen, dass dieser Stern etwas Besonderes anzeigte.
Aber der Weg und alle Erlebnisse haben uns zusammengeschweißt.
Ich kann sagen, dass wir Freunde geworden sind.
Für mich war es richtig und wichtig diesem Stern zu folgen.

Ich habe etwas Kostbares entdeckt, kostbarer als das Gold, das ich in meinem Gepäck als Geschenk für den neugeborenen König dabei hatte.
Ich habe entdeckt wie kostbar Freunde sind, Menschen, die man liebt, achtet und respektiert.
Und als wir dann bei dem Kind waren, hat dieser kleine König mich angelächelt und ich habe verstanden, dass Gott die Lust am Menschen noch nicht verloren hat.
Dass mit diesem Kind eine große Liebe in unsere Welt gekommen ist.
Eine Liebe, die bis an die Grenzen der Erde und darüber hinaus reicht.

Es war, als würde ich gefragt: „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich habe?“


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Der König in Leichter Sprache

Am Tag der Heiligen Drei Könige feiern Christen den Besuch der Heiligen drei Könige beim Jesuskind. Die drei Männer aus dem Morgenland werden auch als Sterndeuter, Weise oder Könige bezeichnet. Sie hießen Kasper, Melchior und Balthasar.

Die Bibel erzählt, dass einige kluge Männer kurz nach der Geburt des Jesuskindes einen neuen, hellen Stern entdeckten. Sie vermuteten, dass darunter ein neuer König geboren sein müsse. Sie folgten dem Stern und fanden so in einem Stall in Bethlehem Maria mit ihrem Baby. Laut Überlieferung erkannten die Sterndeuter Jesus in dem Kind und beschenkten das Baby mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Ich bin da. Ein Esel.

Ich bin da. Ein Esel.
Impulstext Esel
Der Esel in Leichter Sprache
Gedicht eines Esels
Impulstext Esel

Ich bin ein Esel.

Wieder einmal so ein Tag...!
Wieder einmal halten mich die Leute für dumm, störrisch und hässlich.
Und sich selbst beschimpfen sie als „dummer Esel“.
Obwohl es nicht mehr viele Esel in unserer Gegend gibt beklagen sie sich, wenn einer von uns auch nur einmal schreit. Sie halten sich die Ohren zu und sagen es klänge schauerlich.

Was wissen die denn schon von uns?
Was wissen die denn schon von mir?

Ich bin wirklich ein sehr freundliches Tier.

Und ich bin sehr genügsam. Ich fresse z.B. Disteln, die sowieso niemand will, weil sie stechen.
Obwohl, wenn es Heu und Hafer gibt kann ich das auch genießen!

Dabei bin ich ein sehr wichtiges Tier.
Ich trage Tag ein, Tag aus schwere Lasten: Schwere Säcke Getreide zur Mühle und das Mehl wieder zurück, Holz, Säcke voll Oliven, Fässer mit Wein und vieles mehr.

Da darf man doch auch mal störrisch sein.
Besonders dann, wenn sie mich mit dem Stock antreiben!

Erstens tut es weh und dann denke ich: „Sollen die doch mal dieses schwere Ding hier tragen. Damit würden sie keinen Schritt gehen können!“

Aber dann war da dieser besondere Tag, eigentlich war es ja in der Nacht.
Ich war dabei, als dieses kleine Menschlein geboren wurde.
In unserem Stall!

Seine Mutter wickelte es in Windeln und legte es dann in unsere Futterkrippe.
Wie gut, dass noch etwas Heu darin lag.
Dann war da eine Menge los.
Hirten, Menschen aus dem Dorf, der Bauer…
Irgendwie war es taghell und dann diese besondere Stimmung.

Keiner stritt, niemand drängelte…
Ich habe mir den Kleinen genau angesehen – und ER mich.
Das ging mir durch und durch.
Ich spürte, dass er mich wirklich sah. Nicht durch mich hindurch oder über mich hinweg.
Ich hatte plötzlich das Gefühl BEDEUTEND zu sein.

Das werde ich nie vergessen!

Und auch nicht meine Kinder und Enkel.
Ihn würde ich überall hin tragen!!!

Wenn es sein sollte bis nach Jerusalem


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Der Esel in Leichter Sprache

Der Esel gilt als nicht besonders kluges Tier. Und doch ist er einer der ersten, der das Kind bestaunt.

Gedicht eines Esels

Gedicht eines Esels

Ich bin ein Esel, alt und schwach, I-a,
ich habe in der Heiligen Nacht
im Stall von Bethlehem gewacht
und manchmal leis i-a gemacht, I-a.

Ich war ganz still, wie sich's gehört, I-a,
nur manchmal schlug ich mit dem Steert.
Und bei mir standen Ochs und Pferd
und auch drei Könige, hochgelehrt,I-a.

Das Christkind war so sonderbar, I-a,
es zupfte mich an Bart und Haar
und einmal rupfte es sogar
am Bart von König Balthasar, I-a.

Dem Joseph, dem gefällt das nicht, I-a,
mit ernstem Zimmermannsgesicht
sieht er das Kindlein an und spricht:
„An Königsbärten zupft man nicht!" I-a.

Jedoch Maria, seine Frau, I-a,
die sagte: „Lieber Joseph, schau,
nimm's mit dem Kind nicht so genau,
es ist ja noch nicht groß und schlau!" I-a.

Und auch die Könige, alle drei, I-a,
die fanden wirklich nichts dabei
und schenkten Myrrhe und Salbei
und rotes Gold dem Kind im Heu, I-a.

Sie lachten alle drei im Chor, I-a:
Der Balthasar, der Melchior
und Caspar auch (das war ein Mohr),
der kam mir etwas dunkel vor, I-a.

Ich bin ein Esel, alt und schwach, I-a,
ich habe in der Heiligen Nacht
im Stall von Bethlehem gewacht
und manchmal leis i-a gemacht, I-a.

James Krüss


Ich bin da. Ein Ochse.

Ich bin da. Ein Ochse.
Impulstext Ochse
Der Ochse in Leichter Sprache
Impulstext Ochse

Ich bin ein Ochse.

Ochse, Stier und Bulle – wo ist der Unterschied?, fragst du Dich vielleicht. Also ich erkläre es hier einmal:

Eine weibliche Kuh heißt „Kuh“, klar. Es sei denn, sie hatte noch kein Kalb, denn bis dahin heißt sie Färse. Ein Kalb heißt „Kalb“, zumindest bis zu einem Alter von sieben Monaten. Ab dann heißt es „Jungrind“.

Bulle oder Stier?

Wenn auf der Speisekarte im Restaurant steht „Fleisch vom Jungbullen“, ist damit also ein Rind gemeint, das männlich ist und älter als sieben Monate. Doch warum steht da nicht „Jungstier“? Oder „Jungochse“? Das liegt vermutlich daran, dass „Jungbulle“ besser klingt.

Einen ausgewachsenen Stier/Bullen erkennst du allein schon an der enormen Muskelmasse – und daran, dass er kein Euter hat, sondern Hoden.

Was ist ein Ochse?

Ja: und was ist jetzt ein Ochse? In vielen Ländern nutzt man gerne die Kraft eines Hausrindes, um schwere Lasten zu bewegen – vor allem, wenn man keinen Esel oder Hund hat, den man vor den Karren spannen kann. Oder wenn es um schwere Arbeiten geht, wie etwa das Pflügen oder das Ziehen eines großen Wagens. Ein Stier/Bulle wäre dafür gut geeignet, allein schon wegen der Körpergröße. Doch er wäre zu wild und würde sich nicht gut führen lassen. Die Hormone sind schuld! Aus diesem Grund werden in vielen Ländern Stiere (= Bullen) noch vor der Geschlechtsreife kastriert. Das macht sie zahmer und geeignet als Arbeitstier. Und dann heißen sie Ochsen.

Zusammengefasst heißt das: Bullen, Stiere und Ochsen sind alles männliche Rinder. Bullen und Stiere sind unkastriert und eigentlich das Gleiche, Ochsen sind kastriert.

Ich kenne nichts anderes als vor den Karren und vor den Pflug gespannt zu werden. Den Gedanken an Nachkommen habe ich mir abgeschminkt, wie man so schön sagt. Zufrieden bin ich damit nicht und immer ruhig und ausgeglichen auch nicht. Wer kann es mir verdenken? Meine Tage gingen so dahin in einem Einerlei, wie Tage voll schwerer Arbeit eben so dahingehen.

Aber dann gab es diese Nacht. Die Nacht in unserem Stall.

Ein junges Paar bekam ihn als Schlafplatz zugewiesen, weil in der Herberge kein Platz war. Besser als dort in den vollen Betten, habe ich noch gedacht. Wir haben hier duftendes Stroh, darauf schläft es sich gut.

Dann geschah das große Wunder!
Ein Kind wurde geboren! Ich durfte bei der Geburt eines Kindes dabei sein!
Die Mutter hatte es nicht leicht, das Kind war groß für ein Menschenbaby.
Aber wie glücklich waren diese beiden Eltern, als das Kind in Windeln gewickelt in unserer Futterkrippe lag.
Und wie glücklich war ich, der Ochse, der glaubte, dass er nie Vater werden könnte.

Dieses Kind hat mich angelächelt und in diesem Augenblick war ich so stolz und glücklich, wie dieser junge Mann, der nicht mehr aufhören konnte zu grinsen.

Ich bin wirklich stark, aber dieses kleine Kind hat mich schwach gemacht, ich bin sozusagen dahingeschmolzen vor Liebe. Das werde ich mein ganzes Leben nie mehr vergessen.


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Der Ochse in Leichter Sprache

Der Ochse ist gutmütig und geduldig. Mit seinem Atem wärmt er das Kind.

Ich bin da. Josef.

Ich bin da. Josef.
Impulstext Josef
Josef in Leichter Sprache
Impulstext Josef

Ich bin Josef.

Ich bin von Beruf Zimmermann. Das kann ich gut, mein Auftragsbuch ist voll. Ich baue hier in Nazareth, aber auch in der Dekapolis. Diese neuen Siedlungen der Römer und Griechen, die den Alten hier ein Dorn im Auge sind. Aber sie zahlen gut und ich habe dort auch schon viel Neues gelernt.

Deshalb habe ich Maria gefragt, ob sie meine Frau werden will. Sie ist eine tolle Frau und ich liebe sie sehr. Sie ist eine ganz Besondere und wenn ich sie anschaue, geht mir das Herz auf. Ich staune über ihre Gedanken, spüre ihre Tiefe, ihre Liebe zu Gott, der Welt und - oh Wunder - zu mir. Ich bin der glücklichste Mann auf der Welt. Ja! Wir sind verlobt, wir wollen bald heiraten und eine eigene Familie gründen.

Doch dann konfrontierte mich Maria damit, dass ein Engel bei Ihr war, um ihr zu sagen, dass sie Mutter eines Kindes werden würde. Und dass sie JA gesagt hat. Wie das? Und ich? Damit komme ich nicht klar. Sie ist seitdem so verändert, so fremd. Da komme ich nicht mehr mit, ich fühle mich außen vor, verlassen, im Stich gelassen. Und dann verschwindet sie auch noch ins Bergland zu ihrer Verwandten Elisabeth. Schluss! Ich dachte, dass es besser sei mich in aller Stille von ihr zu trennen. Doch dann: Ein Engel schenkte mir im Traum eine Deutung der Situation: Das Kind, das Maria erwartet, ist göttlichen Ursprungs. Da habe ich mich besonnen und mich an das erinnert, was uns im Innersten verbindet: Die tiefe Liebe und Zuneigung füreinander.

Wir hatten einen weiten Weg vor uns, innerlich und äußerlich. Als Paar und wegen des Befehls von Kaiser Augustus, sich eintragen zu lassen in die Steuerlisten. Meine Familie stammt aus dem Hause und Geschlechts David, das heißt unser Ziel ist Bethlehem, im Bergland. Wir beiden sind zu Fuß nach Bethlehem aufgebrochen. Wir müssen und dürfen uns Zeit lassen, jeden einzelnen Schritt dieses gemeinsamen Wegs bewusst zu erleben. Dabei wächst in uns das Kind Immanuel (»Gott mit uns«), ein Symbol für Gottes wachsende Gegenwart. Das ist oft mühsam.

Aber ich staune über Marias Kraft, ihre Verletzlichkeit und Zartheit. Dabei lässt sie mich meine Stärke entwickeln. Ich lerne Unterscheidungsfähigkeit und Achtsamkeit. Immer besser kann ich mit meinen aggressiven Eigenschaften umgehen und mich für heilsame, zukunftsorientierte Prozesse einsetzen. Eine besondere Wachheit in Fragen unserer Zeit ist meine eigentliche Stärke, lerne ich. Es scheint, als sei ich furchtlos und realistisch zugleich in der Einschätzung unserer Lage.

Ich brachte Maria und das Kind sicher nach Bethlehem und vor Herodes' Truppen gerade noch rechtzeitig nach Ägypten ins Exil. Ich verstehe mich immer mehr als treue Diener oder achtsame Hirten derer, die mir anvertraut sind. In meiner Gegenwart braucht man sich nicht zu fürchten. Ich werde meine Frau und unsere Kinder beschützten und sie alles lehren, was sie für ihr zukünftiges Leben brauchen. Ich kann meine Familie versorgen und irgendwann kehren wir wieder aus dem Exil zurück.


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Josef in Leichter Sprache

Oft hat Josef nicht verstanden, was Gott von ihm wollte. Aber er vertraut auf Gott. Er sorgt für Jesus und seine Frau Maria

Ich bin da. Maria.

Ich bin da. Maria.
Impulstext Maria
Maria in Leichter Sprache
Gebet der Maria
Impulstext Maria

Ich bin Maria.

Tochter von Anna und Joachim. Ich bin ihr Glück und ihre Freude. Sie sagen, dass ich ein Geschenk Gottes bin.

Verlobt bin ich mit Josef, er ist Zimmermann. Meine Eltern finden ihn gut, denn er stammt aus dem Hause Davids, königliches Geschlecht sozusagen. Das ist aber nicht der Grund warum ich ihn so sehr liebe!

Denkt nicht, dass ich, nur weil ich jung bin, keine eigene Meinung habe oder meine Gefühle nicht kenne!Denkt nicht, dass ich zu behütet bin und nicht sehe was in der Welt und um mich herum geschieht!
Denkt nicht, dass ich mich nie frage, was Gott sich da eigentlich denkt!
Denkt nicht, dass ich zu allem Ja und Amen sage!

Vieles geht mir durch den Kopf und viele Ungerechtigkeiten berühren mein Herz.
Josef und ich haben schon oft darüber diskutiert.
Es wird Zeit, dass der Messias endlich kommt, der Retter, der Erlöser!
Der neue König und Herrscher!
Da sind wir einer Meinung.

Die Zeit ist reif!

Ich habe genau gespürt, als sich mein Leben von Grund auf änderte.
Ein kraftvoller, erschreckender Moment war das!
Dieser eine Moment, erfüllt vom Heiligen Geist und der Kraft des Höchsten!
Ich bin so lebendig!
Jetzt weiß ich so richtig: „Für Gott ist nichts unmöglich!“
Wovor sollte ich mich dann fürchten?

Ich könnte jubeln!
Meine Seele preist die Größe des Herrn!
Der Mächtige hat Großes an mir getan!

Und nicht nur an mir! Ich weiß es!
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten und zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

Er war da für unsere Väter!
Er ist heute da!
Er wird in Zukunft da sein!

Er ist der ICH-BIN-DA!

Und wir werden unser Kind Jesus (Jeschua) nennen.
Denn Gott ist mit uns!

Es war dann doch nicht alles ganz so einfach:

Ich merkte, dass Josef sich zurückzog, er war so in sich gekehrt und nachdenklich. Das verletzte mich.
Ich ging für 3 Monate zu meinen Verwandten Elisabeth und Zacharias. Sie wohnen im Bergland von Judäa.

Als ich dann wieder in Nazareth war, war Josef wieder da. Fast war es wie früher.. Dann kam der Befehl des Kaisers Augustus: Alle müssen sich in Steuerlisten eintragen lassen.

Das bedeutete für uns einen weiten Weg. 120 km durch das Bergland hinauf nach Bethlehem.

Wir gingen uns zu Fuß, wie so viele. Was soll`s, ich bin jung und gehe gerne. Und es war eine gute Zeit des Miteinanders. Wir haben uns noch einmal neu kennengelernt.

Aber zum Ende hin wurde es doch immer beschwerlicher. Josef hat mich unterstütz so gut er konnte, aber einen Platz in der Herberge von Bethlehem konnte er dann auch nicht für uns bekommen. Alles voll.

Wo wir dann überall gefragt haben…. Keine Chance. Zu viele Menschen, die unterwegs waren.
Zum Glück zeigt man uns dann diesen Stall. Es war höchste Zeit!

Hier ist Jesus geboren!
Alles ist gut gegangen!
Wir sind so glücklich!

Dieses kleine Menschlein.
Ein Geschenk!
Ein Wunder!

Kann ich ihm eine gute Mutter sein?

Für mich war alles stimmig. Das Leuchten, der Besuch der Hirten mit ihren entzückenden und praktischen Geschenken. Ihr Staunen! Der Duft von Heu und Stroh, das leise Schnaufen von Ochse und Esel. Es war, als hielte die Welt den Atem an – und ist das nicht immer so, wenn ein Kind geboren wird?

Es lag ein tiefer Friede, ein Zauber über allem. Das werde ich in meinem Herzen bewahren!

Dann der Besuch der drei Männer, die einem Stern gefolgt waren. Drei Männer, die ihrer Sehnsucht vertraut hatten und losgegangen waren.

Beginnt nicht immer alles mit der Sehnsucht?

Mit ihnen trat die Welt in unsere Mitte. Die Welt so weit und groß, der Himmel offen, wir Menschen verbunden im Staunen über ein kleines Kind.

„Wohin wird diese Menschlein uns führen?“, fragte ich mich.

Ich bewahre alles in meinem Herzen!


Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Maria in Leichter Sprache

Maria. Der Name bedeutet: Ich bin von Gott geliebt. Maria glaubt an die Liebe Gottes. Sie liebt das Jesuskind.

Gebet der Maria

Das Magnificat (Lk 1,46b-55)

Meine Seele preist die Größe des Herrn, / und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. / Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. / Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. / Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. / Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. / Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: / Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; / er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. / Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. / Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, / das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ich bin da. Jesus.

Ich bin da. Jesus.
Impulstext Jesuskind
Jesuskind in Leichter Sprache
Gebet an der Krippe
Impulstext Jesuskind

Ich bin Jesus.

Jetzt gerade nur wenige Stunden in dieser Welt.

ICH BIN DA!

Im Bauch meiner Mutter bin ich schon viel unterwegs gewesen:
Zuerst ging sie mit mir ins Bergland, zu ihrer Verwandten Elisabeth.
Was haben die beiden sich gefreut, als sie sich gesehen haben!

Beide Frauen sind gesegneten Leibes, guter Hoffnung, tragen ein Kind unter ihrem Herzen! Manchmal hüpfte ich vor Freude! ICH BIN DA!

Und Johannes, das Kind im Bauch von Elisabeth, hüpfte auch. Zumindest hörte ich, wie Elisabeth das gesagt hat. Sie redeten viel miteinander: wenn sie kochten und wuschen und die Tiere versorgten.

Sie sangen manchmal.

Die Stimme meiner Mutter mag ich sehr, besonders wenn sie von der Größe Gottes singt. Sie singt es dann aus voller Kehle, mit Leib und Seele, und ich schwang mit. Ich schaukelte in der beruhigenden Gewissheit meiner Mutter, die keine Furcht hat. Sie singt immer wieder vom Mächtigen, der von Geschlecht zu Geschlecht machtvolle Taten tut, Hungernde beschenkt, Verheißungen erfüllt.

Von Jahwe, der DA IST.

Meine Mutter streichelte manchmal ihren Bauch und flüsterte, wie gesegnet und geehrt sie sich fühlt. Sie flüsterte voll Freude und Staunen. In ihrer Stimme schwang Jubel über Gott, ihren Retter.

So ein starker Glaube! So eine große Zuversicht!

Dann waren da neue Hände auf Mutters Bauch. Männerhände die ganz zärtlich waren und doch stark, Vaterhände. Auch Mutter fühle sich sicher und geborgen, ich spürte es.

Mit diesem Mann würde sie überall hingehen! Da war Liebe und Vertrauen. Ein starkes Band. Ich wurde hineingewebt und getragen.

Der Weg nach Bethlehem war irgendwann anstrengender, denn ich bin mächtig gewachsen. Ich machte mich bereit, drehte mich im Mutterleib.

Und hier bin ich nun.

Die Eltern sehen so glücklich aus. Und erschöpft.
Sie nennen mich Jesus = Immanuel = Gott ist mit uns.
Mein erster Schrei hatte wohl Ochse und Esel geweckt, sie schnauften leise.

Mutter wickelte mich in Windeln und legte mich in die Futterkrippe, die weich mit Heu und Stroh gepolstert war. Nur eine kleine Atempause, denn dann kam der erste Besuch.

Eine Gruppe von Männern und Frauen, jung und alt, standen da. Ein kleines Schaf schaute zwischen den Beinen hervor. Sie erzählten, dass sie gekommen seien, um das Wunder zu schauen. Ein Kind, in Windeln gewickelt und in einer Futterkrippe liegend.

Es sei der Retter, der Messias, der Herr. Das habe man ihnen gesagt.
Sie wollten es mit eigenen Augen schauen.

Die Eltern staunten nicht schlecht. Mutter hörte besonders aufmerksam zu. Ich merkte, wie sie darüber nachdachte, was sie da gerade gehört hatte. Josef machte sich Gedanken darüber, ob das nicht alles zu viel sei für Maria und mich.

Noch besorgter schaute er, als durch die Tür drei weitere Männer traten.
Sie sahen fremd aus. Weit gereist.
Sie sahen mich an und einer hatte sogar Tränen in den Augen.

„Meine Augen haben das Heil gesehen, da du vor allen Völkern bereitet hast“, murmelte er.
Sie knieten sich ins Stroh und hatten Geschenke für mich.

„Über Meere und durch Wüsten sind wir gekommen. Seit vielen Tage und Wochen sind wir unterwegs“, sagten sie. „Wir haben einen großen Stern aufgehen sehen und dem sind wir gefolgt.

Ein Stern so wunderbar und besonders, dass es uns nicht mehr zuhause gehalten hat.
Ein Stern, der uns zu dem neu geboren König der Juden führen sollte.

In Jerusalem sind wir gewesen. Bei König Herodes.
Der wusste aber nichts und seine Ratgeber schauten in den alten prophetischen Schriften nach:

Du Betlehem, im Gebiet von Juda, bist keineswegs, die unbedeutendste unter den führenden Städten Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.“

Wir gingen los und da war auch wieder der Stern. Er hat uns zu diesem Stall geführt. Und hier sind wir richtig! Wir sind von sehr großer Freude erfüllt.

Wir werden aber nicht wieder zu Herodes gehen. Wir haben gefunden was wir gesucht haben und können getröstet und gestärkt wieder nach Hause zurückkehren. “

Mutter hörte wieder genau zu. Ich glaube sie bewahrt alles in ihrem Herzen. Josef schaute noch erschreckter. Von Herodes war nichts Gutes zu erwarten. Ich bemerkte, dass er Pläne schmiedete.

Er wollte uns in Sicherheit bringen.

Text: Ulla Naundorf, Seelsorgerin Barmherzige Brüder Saffig

Jesuskind in Leichter Sprache

Ein kleines Kind soll diese Welt verändern. Jesus ist der Retter für alle Menschen. An Weihnachten feiern wir dieses Fest. Darum wollen wir uns freuen und allen Menschen von unserer Freude erzählen: „Jesus ist geboren!“

Gebet an der Krippe

„Guter Gott,

wir freuen uns über das Kind
in der Krippe.
In diesem Kind
willst Du uns nahe sein.

Öffne unsere Augen und
unsere Herzen
für das Wunder der Weihnacht:
Du, Gott, ein Kind!

Ein Kind in der Krippe!“


Kleiner Krippen-Pfad

Galerie kleiner Krippen-Pfad

Versteckt in Büschen, Bäumen und Sträuchern: Auf dem kleinen Krippen-Pfad kommen Freunde von selbstgebastelten und klassischen Krippen voll auf ihre Kosten. 


Skulpturen-Weg

Das Kunstforum Mayen e.V. hat mit den Landschaftsgärtnern der St. Josefs-Werkstätten aus totem Holz lebendige Skulpturen erschaffen. Der Skulpturenweg steht unter dem Motto: erSchöpfung. Lass Dich von der Kreativität inspirieren und genieße die Ruhe des Parks.

Galerie der Skulpturen

Meditation zum Skulpturenweg

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Rundweg-Begleiter - Die Weihnachtsgeschichte in leichter Sprache

Vorlesetext

Die Weihnachtsgeschichte in leichter Sprache 
(aus „Fühl mal!“ Gottes Wort; nach Lukas 2,1-20)

Ich erzähle euch eine Bibelgeschichte. Diese Geschichte heißt: 
Weihnachtsgeschichte. Die Bibelgeschichte geht so:

In der Stadt Nazareth wohnen Maria und ihr Mann Josef. Maria ist zu Hause. 
Da kommt ein Engel zu Maria. Der Engel sagt zu Maria:

Maria
Habe keine Angst. 
Gott schickt mich. 

Ich möchte dir etwas Schönes sagen: 
Du bekommst ein Kind. 
Das Kind heißt: Jesus.

Maria und Josef machen eine sehr lange Reise. 
Maria und Josef gehen in die Stadt Bethlehem.
Das Kind von Maria wird bald geboren. 

Auf der Reise sagt Maria zu Josef: 
Josef. 
Ich bin so müde. 
Wie weit ist es denn noch?

Josef antwortet: 
Bald sind wir in Bethlehem. 
In Bethlehem finden wir ein warmes Bett. 
Dann ruhen wir uns aus.

Aber der Weg ist sehr weit. 
Endlich sind Maria und Josef in der Stadt Bethlehem. 
In Bethlehem klopfen Maria und Josef an eine Tür.

Maria und Josef sagen: 
Guten Abend. 
Wir sind sehr müde. 
Können wir vielleicht hier schlafen?

Aber die Leute antworten:
Hier ist kein Platz. 
Geht weiter! 
Maria und Josef klopfen an eine andere Tür.

Maria und Josef sagen: 
Guten Abend. 
Wir sind sehr müde. 
Können wir vielleicht hier schlafen?

Aber die Leute antworten:
Hier ist kein Platz. 
Geht weiter! 
Maria und Josef klopfen an eine andere Tür.

Maria und Josef sagen: 
Guten Abend. 
Wir sind sehr müde. 
Können wir vielleicht hier schlafen? 

Aber die Leute antworten:
Hier ist kein Platz. 
Geht weiter! 
Maria und Josef laufen durch die ganze Stadt Bethlehem.

Dann sagt Josef zu Maria: 
Da ist ein Stall. 
Im Stall ruhen wir uns aus. 
Im Stall ist es warm. 
Auf dem Heu und dem Stroh ist es gemütlich.

In der Nacht bekommt Maria ihr Kind.

Maria sagt: 
Das Kind heißt Jesus. 
Maria wickelt Jesus in eine weiche Decke. 

In der Nähe von dem Stall sind Hirten. 
Die Hirten passen auf die Schafe auf. 
Die Schafe schlafen. 
Plötzlich wird es ganz hell. 
Ein Engel steht da. 
Die Hirten haben große Angst.

Aber der Engel sagt zu den Hirten: 
Habt keine Angst. 
Freut euch. 
Heute ist Jesus geboren. 
Jesus ist der Sohn von Gott.

Geht zum Stall!

Dann gehen die Hirten zum Stall. 
Die Hirten schauen Jesus an. 
Die Hirten freuen sich über Jesus. 
Maria und Josef freuen sich über den Besuch von den Hirten. 
Maria und Josef freuen sich sehr.

Das war die Weihnachtsgeschichte

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