31.08.2026
Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Murken regte zum Austausch an
Religiosität und Psychiatrie im Fokus
Welchen Einfluss haben Religion, Glaube und Sinn für die seelische Gesundheit? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich Prof. Dr. Sebastian Murken bei einem Vortrag im Mariensaal der Barmherzigen Brüder Saffig.

Zahlreiche Fachkräfte aus den
Bereichen Gesundheit, Soziales und Seelsorge sowie weitere Interessierte sind
der Einladung gefolgt und nutzten den Abend, um sich mit den komplexen
Zusammenhängen von Religiosität und psychischem Wohlbefinden auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung
wurde in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier
und dem Pastoralen Raum Andernach ausgerichtet.
Eröffnet wurde der Abend durch
Dr. Esther Jacobi, Chefärztin der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Saffig und des St. Elisabeth Lahnstein. In ihrem Grußwort unterstrich sie die
hohe Relevanz der Thematik für die professionelle Versorgung psychisch
erkrankter Menschen.
Mit Prof. Dr. Sebastian Murken
war ein Referent zu Gast, der wissenschaftliche und praktische Erfahrungen
miteinander verbindet. Er ist Honorarprofessor für Religionswissenschaft und
Religionspsychologie an der Philipps Universität Marburg und verfügt über umfangreiche praktische Erfahrung als Psychologischer
Psychotherapeut im stationären
sowie im ambulanten Setting.
Unter dem Titel „Religion, Glaube
und Sinn – wie existenzielle Fragen unser Leben beeinflussen“ beleuchtete Prof.
Dr. Murken wissenschaftlich fundiert und zugleich praxisnah die
Entwicklungsformen und Einflüsse der Religiosität auf die Gesellschaft und den
Einzelnen. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie Religion als Ressource
oder Belastungsfaktor wirken kann. Auch der Einfluss religiöser Ansichten auf
die psychotherapeutische Arbeit wurde thematisiert.
Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich ein reger
Austausch. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen an den Dozenten zu
richten und eigene Erfahrungswerte zu teilen. So konnten die zuvor behandelten
Themen im gemeinsamen Gespräch nochmals vertieft werden. Zum Abschluss bedankte
sich Dr. Esther Jacobi bei Prof. Dr. Murken sowie bei den beiden
Kooperationspartnern für die Veranstaltung.


