02.03.2026
Teilhabeforum in den St. Josefs Werkstätten Plaidt ermöglichte Austausch mit Direktkandidaten des Wahlkreises Andernach
Offener und wertschätzender Dialog
Kürzlich hat das erste Teilhabeforum der St. Josefs-Werkstätten Plaidt (WfbM) stattgefunden. Die Veranstaltung ermöglichte einen direkten Dialog zwischen den Beschäftigten der WfbM sowie Direktkandidaten des Wahlkreises Andernach für die anstehende Landtagswahl.




Teilgenommen haben Judith Lenigk-Emden
(FDP), Staatsminister Clemens Hoch (SPD), Dr. Simon Schmitz (Bündnis 90 / Die
Grünen) und Nina Meyer (Die Linke). Hermann-Josef Schuppener begrüßte die Gäste
im Namen des Werkstattrates, auf dessen Initiative das Teilhabeforum ins Leben
gerufen wurde. Auch Werkstattleiter Gregor Nöthen sprach ein Grußwort, in dem
er die Bedeutung der aktiven Mitwirkung an unserer demokratischen Gesellschaft
unterstrich.
Die Moderatorin Judith Hens übergab
anschließend das Wort an die Politiker und Politikerinnen. Nach einer kurzen
persönlichen Vorstellung stellten diese sich den zahlreichen Fragen aus dem
Publikum. Die Bandbreite reichte von sozial-, gesundheits- und
teilhabepolitischen Themen bis hin zur aktuellen Bundespolitik. Im Fokus
standen auch die öffentliche Wahrnehmung der Werkstätten sowie Chancen und
Hindernisse bei der Teilhabe beeinträchtigter Menschen am Arbeitsleben. Die
politischen Vertreter betonten den Stellenwert der Werkstätten für die
Schaffung von inklusiven Arbeitsplätzen und die Förderung der regionalen
Wirtschaft. Zugleich wurde thematisiert, wie der Übergang auf den ersten
Arbeitsmarkt durch mangelnde Akzeptanz sowie eine oftmals überbordende
Bürokratie unnötig erschwert wird.
Auch bei kritischen Fragen und
unterschiedlichen Auffassungen im Raum war der Austausch von gegenseitigem
Respekt, Verständnis und Wertschätzung geprägt. Besondere Einigkeit bestand in
der Besorgnis angesichts einer zunehmenden Radikalisierung des öffentlichen
Diskurses und der Erstarkung fremdenfeindlicher Kräfte. „In diesem
Spannungsfeld bot das Teilhabeforum einen wertvollen Rahmen für einen offenen
Dialog und somit einen Beitrag für eine lebendige demokratische Gesellschaft“,
so Erik Hau, Direktor Unternehmenskultur der Barmherzigen Brüder Saffig. Er
bedankte sich bei den Politikern und Politikerinnen herzlich für den gelungenen
Austausch.


