18.05.2026
Interview mit Dennis Schwab zum Mach-Mit-Programm der Teilhabedienste
Mitten im Leben und Teil der Gesellschaft
Vom 22. – 25. Juni findet bei den Barmherzigen Brüdern Saffig erstmals das Mach-Mit-Programm statt. Unter dem Motto „Mitmachen, mitgestalten, miterleben“ können Klientinnen und Klienten der Einrichtung an vielfältigen Freizeitangeboten teilnehmen. Diese werden von Mitarbeitenden gestaltet und reichen vom kreativen Gestalten, über Ausflüge bis hin zu Sportangeboten.

Dennis Schwab (Mitarbeiter im Fachdienst Teilhabe, Freizeit,
Bildung und Sport) hat die Aktion gemeinsam mit Manuel Quint (Direktor
Teilhabedienste) und Carmen Dewes (Mitarbeiterin im Wohnbereich Teichhöhe) ins
Leben gerufen. Im Interview berichtet der Sporttherapeut, wie die Idee zu dem
Projekt entstand, warum dieses für ihn zur gelebten Inklusion beiträgt und an
welchen Angeboten er selbst gerne teilnehmen würde.
Worum geht es beim Mach-Mit-Programm?
Im
Kern geht es darum, unseren Klientinnen und Klienten Angebote zu ermöglichen,
die über den gewöhnlichen Alltag hinausgehen. Dadurch möchten wir die
gesellschaftliche Teilhabe fördern und die Möglichkeit bieten, Neues
auszuprobieren – seien es besondere Ausflüge, kreative Projekte oder einfach
neue Erfahrungen. Das Besondere ist der persönliche Ansatz: Unsere
Mitarbeitenden bringen ihre eigenen Hobbys und Interessen ein, ganz gleich, ob
sie aus der Pflege, der Verwaltung oder anderen Bereichen kommen. So teilen wir
echte Leidenschaften und ermöglichen Inklusion durch gemeinsame Erlebnisse.
Wer ist alles daran beteiligt und an
wen richtet sich die Aktion?
Das
Programm richtet sich an die gesamte Gemeinschaft der Barmherzigen Brüder Saffig.
Grundsätzlich hat jeder Mitarbeiter und jede Klientin die Möglichkeit, sich als
Anbieter eines Projekts oder als Teilnehmerin zu beteiligen. Ich persönlich
finde den Austausch besonders wertvoll: Klienten kommen mit unterschiedlichen
Mitarbeitenden in Kontakt, und für die Kollegen ist es eine wunderbare
Gelegenheit, einmal abseits der täglichen Routine eine ganz andere Art der
Interaktion mit den Klientinnen zu erleben.

Wie ist die Idee hierzu entstanden?
Die Idee entstand in einem Teamgespräch aus dem Gedanken heraus: „Wie können wir unseren Klienten eine Art von Sommerferien ermöglichen?“ Da viele Klientinnen nicht die Möglichkeit haben, selbst in den Urlaub zu fahren, hatten wir die Idee, den Urlaub einfach zu ihnen zu bringen. Gerade die Sommerzeit soll sich nach Freiheit, Freizeit und besonderen Erlebnissen anfühlen.
Warum ist die Aktion für dich ein Ausdruck gelebter Inklusion?
Inklusion bedeutet für uns, mitten im Leben und Teil der Gesellschaft zu sein. Wir wollen nicht nur Angebote „innerhalb“ der Einrichtung machen, sondern bewusst rausgehen. Ob beim Fußballtraining mit der TuS Koblenz, bei einer Schiffstour oder anderen Aktivitäten im öffentlichen Raum: Wir sind präsent und nehmen teil. Zudem leben wir Inklusion intern durch das gemeinsame Tun von Klientinnen und Mitarbeitenden auf Augenhöhe.
An welchem Angebot (außer dem eigenen) würdest du selbst gerne teilnehmen und wieso?
Das Angebot ist so vielfältig wie die Menschen bei uns, weshalb die Wahl wirklich schwerfällt. Besonders spannend finde ich die Schatzsuche, aber auch die kulinarische „Meze-Pause“ klingt fantastisch. Ebenso interessant finde ich die kreativen Angebote wie das Fotografieren oder Gestalten. Es ist einfach schön, durch die Augen anderer neue Dinge zu entdecken und gemeinsam Neues auszuprobieren. Genau das macht den Reiz des Mach-Mit-Programms aus.


