29.05.2026
Wachstum, Investitionen und engagierte Mitarbeitende als zentrale Erfolgsfaktoren - Kritischer Blick auf geplantes GKV-Gesetz
BBT Region Koblenz-Saffig erzielt stabiles Jahresergebnis 2025
Die BBT Region Koblenz-Saffig hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem stabilen und positiven Jahresergebnis abgeschlossen – trotz eines weiterhin äußerst herausfordernden gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Umfelds. Maßgeblich dazu beigetragen haben nach Angaben von Regionalgeschäftsführer Jérôme Korn-Fourcade alle Geschäftsbereiche und Einrichtungen der Region.
„Wir freuen uns sehr darüber, dass ausnahmslos alle Geschäftsbereiche und Unternehmensteile zu unserem positiven Jahresergebnis beigetragen haben“, betont Korn-Fourcade, der in der Region Koblenz-Saffig als Finanzgeschäftsführer verantwortlich zeichnet. Besonders erfreulich sei die Entwicklung des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur (KKM), das sogar leicht über dem unter den aktuellen Rahmenbedingungen ambitionierten Wirtschaftsplan gelegen habe.
Auch die
jüngste Einrichtung der Region, das Krankenhaus St. Elisabeth in Lahnstein,
habe sich deutlich positiv entwickelt. Für das erste vollständige Jahr unter
Trägerschaft der BBT-Gruppe konnte dort ein positives Jahresergebnis erzielt
werden. Das sei keineswegs selbstverständlich, da die Klinik erst vor zwei
Jahren aus einem Insolvenzverfahren übernommen worden sei. Korn-Fourcade zeigte
sich stolz auf die 3.600 Mitarbeitenden in der Region Koblenz-Saffig und
würdigte deren großes Engagement ebenso wie die Leistung aller Standorte der
Region: „Großes Lob an unsere starke und engagierte Dienstgemeinschaft.“

Ein
wesentlicher Erfolgsfaktor sei darüber hinaus das geschäftsfeldübergreifende
Wachstum gewesen. So konnten im vergangenen Jahr sowohl im KKM als auch in den
Medizinischen Versorgungszentren, im Therapiezentrum, in den Teilhabediensten
sowie in der Altenhilfe der Barmherzigen Brüder Saffig mehr Menschen behandelt,
begleitet und versorgt werden als im Vorjahr. Auch der Bildungscampus
verzeichnete 2025 ein Rekordjahr bei den besetzten Ausbildungsplätzen. Zusätzlich
wirkten sich die fortgeschrittenen Budgetverhandlungen mit den Kostenträgern
für die psychiatrischen Fachkliniken in Saffig und Lahnstein sowie für das KKM
positiv auf das operative Ergebnis aus.
Für die
BBT-Gruppe sei wirtschaftlicher Erfolg jedoch kein Selbstzweck, macht
Korn-Fourcade deutlich. Als freigemeinnütziges Unternehmen würden
Jahresüberschüsse gezielt wieder in die Versorgung und Betreuung von Menschen
investiert. Bereits für 2026 sind daher umfangreiche Maßnahmen geplant.
Am Standort
Saffig entsteht ein Neubau mit einer 24er-Wohneinheit für gerontopsychiatrische
Klientinnen und Klienten im Bereich der Teilhabedienste. In Lahnstein sind die
Erweiterung eines Außenbereichs für die geschützte Station sowie die
Herrichtung einer zusätzlichen Station mit 20 Betten vorgesehen. Auch das KKM
investiert weiter konsequent in moderne Medizintechnik. Geplant sind unter
anderem ein neuer Linksherzkatheter-Messplatz am Standort Marienhof, ein neues
MRT in Montabaur Investitionen in die robotische Chirurgie.
„Wir entwickeln
uns an allen Standorten konsequent weiter und investieren gezielt in den
Gesundheitsstandort. Davon profitieren die Menschen in der Region ebenso wie
unsere Mitarbeitenden“, so der Regionalgeschäftsführer.

Mit Sorge
blickt die BBT-Region zugleich auf die aktuellen gesundheitspolitischen
Entwicklungen und die geplanten Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Beiträge.
Nach Einschätzung von Korn-Fourcade verschärfen die jüngsten Initiativen des
Gesetzgebers die ohnehin schwierigen Rahmenbedingungen für freigemeinnützige
Krankenhäuser zusätzlich.
Während
kommunale Häuser im Bedarfsfall durch öffentliche Mittel gestützt würden, gelte
dies für freigemeinnützige Kliniken nicht, obwohl diese rund ein Drittel der
Krankenhäuser in Deutschland ausmachen. Korn-Fourcade warnt daher vor einem
weiteren „kalten Strukturwandel“ in der Krankenhauslandschaft und betont die
Bedeutung der Trägervielfalt für eine verlässliche Patientenversorgung.
Besonders kritisch bewertet er die möglichen Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Sollte es im parlamentarischen Verfahren keine wesentlichen Änderungen geben, seien ab dem kommenden Jahr massive Folgen für Krankenhäuser und die Patientenversorgung zu erwarten. Aus Sicht der BBT-Gruppe brauche es stattdessen nachhaltige Reformen mit mittel- und langfristiger Perspektive und keine kurzfristigen Maßnahmen zur Entlastung des Bundeshaushalts. „Wir stehen mit unserer Expertise den politischen Entscheidungsträgern gerne zur Verfügung und werden uns konstruktiv in den Gesetzgebungsprozess mit einbringen“, so Jérôme Korn-Fourcade.
Frei-gemeinnützige Kliniken stehen für Verantwortung und Menschlichkeit
Aktuell plant die Bundesregierung weitreichende Kürzungen bei der Klinikfinanzierung. Das trifft alle Krankenhäuser und gefährdet die Versorgung vor Ort.
Besonders betroffen sind die frei-gemeinnützigen Träger, die an vielen Orten Verantwortung für eine sichere Versorgung, Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende übernehmen.
Die katholischen Krankenhäuser stellen knapp die Hälfte der frei-gemeinnützigen Kliniken in Deutschland.
Die Website www.frei-gemeinnützig.de informiert umfassend über die Auswirkungen der geplanten Reform zur Klinikfinanzierung.



