12.04.2017

Versorgung ausgebaut

Die Psychiatrische Institutsambulanz (kurz PIA) hat die Arbeit aufgenommen. Die Ambulanz richtet sich an psychisch kranke Menschen, die durch die Schwere und Dauer ihrer Erkrankung nicht durch bestehende ambulante Systeme wie etwa Facharztpraxen versorgt werden können.

Versorgung ausgebaut

Unsere neue Psychiatrische Institutsambulanz (kurz PIA) hat die Arbeit aufgenommen. Die Ambulanz richtet sich an psychisch Kranke, die durch die Schwere und Dauer ihrer Erkrankung nicht durch bestehende ambulante Systeme wie etwa Facharztpraxen versorgt werden können. Die Ambulanz bietet aufsuchende Leistungen wie etwa Hausbesuche und neben Einzelbehandlungen ebenso Gruppentherapien an. Sie ist eine wichtige Schnittstelle für Notfälle. Da sie sich in der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie befindet, kann direkt auf die Infrastruktur sowie die Ressourcen der Klinik zurück gegriffen werden. Neben zusätzlichen Ärzten, können beispielsweise Untersuchungen schnell vorgenommen werden, für die technische Geräte notwendig sind wie etwa zur Kontrolle von Blutwerten.

Oberärztin Caroline Alsbach-Löhr erklärt den Grundgedanken der PIA: „Stationäre Krankenhausaufenthalte sollen reduziert beziehungsweise vermieden werden." Es gebe viele Patienten mit schweren, chronischen Erkrankungen, die mehrfach behandelt werden müssen. Diese wurden bislang entweder von einem im Krankenhaus niedergelassenen Arzt versorgt oder kurzzeitig in der Fachklinik aufgenommen und wieder entlassen. Solche Fälle könnten nun in der Ambulanz behandelt werden.

Die Ambulanz richtet sich an Patienten mit akuten Krisen, für die ein regulärer Arztbesuch nicht möglich ist. „Bei Panikattacken beispielsweise können die Betroffenen nicht in eine Facharztpraxis gehen und dort im Wartezimmer warten", schildert die Oberärztin. Unter anderem können ebenso die Klienten der Saffiger Wohnbereiche wie etwa des Josef-Otten-Zentrums, des Peter-Friedhofen-Hauses oder der Teichhöhe von der Ambulanz versorgt werden. „Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass die Bewohner das Klinikgebäude bereits kennen und sich nicht umstellen müssen", erläutert Caroline Alsbach-Löhr. Die Eröffnung der Ambulanz erscheint umso dringender, da die Oberärztin steigende Fallzahlen feststellt. Der Bedarf werde durch Psychotherapeuten und Fachärzte nicht mehr abgedeckt. Diese Tendenz wird sich zukünftig wahrscheinlich noch verstärken. Ein Grund dafür ist der gesellschaftliche Wandel. Durch aufbrechende Familienstrukturen hätten Jugendliche weniger Halt und suchten einen Ausgleich in Rauschmitteln. Später käme es zu drogenindizierten Psychosen.

Nähere Informationen zur Psychiatrischen Institutsambulanz. 

 
 
 
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