16.06.2026 | Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur
Gemeinsam unterwegs: KKM-Mitarbeitende auf Pilgerreise
Manchmal braucht es nur einen ersten Schritt, um den Alltag hinter sich zu lassen. Für 21 Kolleginnen und Kollegen aus dem Katholischen Klinikum Koblenz · Montabaur wurde daraus eine zweitägige Pilgerwanderung voller Begegnungen, Gespräche, geistlicher Impulse und gemeinsamer Erfahrungen. Begleitet von den Seelsorgern Peter Egenolf und Matthias Schmidt machten sie sich auf den Weg über den Eifel-Camino — von Namedy über Andernach, Saffig und Fraukirch bis nach Mayen.
Frühmorgens startete die Gruppe in Namedy. Der
erste Wegabschnitt führte über den Berg nach Andernach, wo Frank Mertes die
Pilgerinnen und Pilger an seiner Pfarrkirche empfing. Im Mariendom lenkte er
den Blick auf besondere Details des Gotteshauses und gab einen Impuls zum
großen bronzenen Leuchter im Chorraum. Dieser erinnert an das neue Jerusalem —
mit Toren, die in alle Richtungen offenstehen, für alle Menschen und Völker.
Ein starkes Bild für eine Gruppe, die sich gemeinsam auf den Weg gemacht hatte.
Nach einem Mittagsimbiss in den Rheinanlagen führte
die Route weiter an der Nette entlang nach Saffig. Dort wurde die Gruppe
herzlich im Gästehaus im Schlosspark empfangen. Pascal Nachtsheim gab einen
Einblick in den Park sowie in den Inklusionsbetrieb des Gästehauses. So konnten
die Teilnehmenden „Saffig“ aus einer besonderen Perspektive kennenlernen.
Einige bestaunten die Funde im Museum, andere probierten den Barfußpfad aus
oder erkundeten die Wege durch das Labyrinth.

Nach dem gemeinsamen Abendessen teilte sich die
Gruppe auf: Einige übernachteten im Gästehaus, andere in einem Hotel in Plaidt.
Am nächsten Tag ging es weiter über Plaidt nach Fraukirch, einem Wallfahrtsort
der Pellenz. Unterwegs setzten die Seelsorger immer wieder geistliche Impulse,
die zu persönlichen und anregenden Gesprächen einluden. Was bedeutet es, wie im
Psalm beschrieben, „auf einen weiten Raum gestellt“ zu sein? Welche Erfahrungen
von Glück haben wir gemacht? Fragen wie diese begleiteten die Gruppe auf ihrem
Weg.
In der Wallfahrtskirche von Fraukirch kam es zu
einer besonderen Begegnung: Der Ehemann einer Patientin, der von seiner Frau
zur Gruppe geschickt worden war, berichtete über die Ursprünge der Kirche und
die Legende der heiligen Genoveva. Auch solche ungeplanten Momente prägten die
Pilgerwanderung und machten sie zu einer Erfahrung, die weit über das reine
Zurücklegen einer Strecke hinausging.
Nach dem Mittagsimbiss wartete der letzte
Wegabschnitt nach Mayen — und der hatte es noch einmal in sich. Viele Schritte
bergauf und bergab, einige Regenschauer, aber auch zahlreiche Gespräche,
Gebete, Eindrücke und Fotos in einer abwechslungsreichen Landschaft lagen
hinter den Pilgerinnen und Pilgern, als sie schließlich ihr Ziel erreichten.
Mit einem Segen zum Abschied, einem Eis auf die
Hand und der Rückfahrt mit dem Zug nach Koblenz endeten zwei Tage, die
Gemeinschaft erlebbar machten: im Gehen, im Zuhören, im Innehalten — und in der
Erfahrung, gemeinsam unterwegs zu sein.


