Gemeinsam unterwegs: KKM-Mitarbeitende auf Pilgerreise

Manchmal braucht es nur einen ersten Schritt, um den Alltag hinter sich zu lassen. Für 21 Kolleginnen und Kollegen aus dem Katholischen Klinikum Koblenz · Montabaur wurde daraus eine zweitägige Pilgerwanderung voller Begegnungen, Gespräche, geistlicher Impulse und gemeinsamer Erfahrungen. Begleitet von den Seelsorgern Peter Egenolf und Matthias Schmidt machten sie sich auf den Weg über den Eifel-Camino — von Namedy über Andernach, Saffig und Fraukirch bis nach Mayen.

Frühmorgens startete die Gruppe in Namedy. Der erste Wegabschnitt führte über den Berg nach Andernach, wo Frank Mertes die Pilgerinnen und Pilger an seiner Pfarrkirche empfing. Im Mariendom lenkte er den Blick auf besondere Details des Gotteshauses und gab einen Impuls zum großen bronzenen Leuchter im Chorraum. Dieser erinnert an das neue Jerusalem — mit Toren, die in alle Richtungen offenstehen, für alle Menschen und Völker. Ein starkes Bild für eine Gruppe, die sich gemeinsam auf den Weg gemacht hatte.

Nach einem Mittagsimbiss in den Rheinanlagen führte die Route weiter an der Nette entlang nach Saffig. Dort wurde die Gruppe herzlich im Gästehaus im Schlosspark empfangen. Pascal Nachtsheim gab einen Einblick in den Park sowie in den Inklusionsbetrieb des Gästehauses. So konnten die Teilnehmenden „Saffig“ aus einer besonderen Perspektive kennenlernen. Einige bestaunten die Funde im Museum, andere probierten den Barfußpfad aus oder erkundeten die Wege durch das Labyrinth.

Pilgerreise 2026

Nach dem gemeinsamen Abendessen teilte sich die Gruppe auf: Einige übernachteten im Gästehaus, andere in einem Hotel in Plaidt. Am nächsten Tag ging es weiter über Plaidt nach Fraukirch, einem Wallfahrtsort der Pellenz. Unterwegs setzten die Seelsorger immer wieder geistliche Impulse, die zu persönlichen und anregenden Gesprächen einluden. Was bedeutet es, wie im Psalm beschrieben, „auf einen weiten Raum gestellt“ zu sein? Welche Erfahrungen von Glück haben wir gemacht? Fragen wie diese begleiteten die Gruppe auf ihrem Weg.

In der Wallfahrtskirche von Fraukirch kam es zu einer besonderen Begegnung: Der Ehemann einer Patientin, der von seiner Frau zur Gruppe geschickt worden war, berichtete über die Ursprünge der Kirche und die Legende der heiligen Genoveva. Auch solche ungeplanten Momente prägten die Pilgerwanderung und machten sie zu einer Erfahrung, die weit über das reine Zurücklegen einer Strecke hinausging.

Nach dem Mittagsimbiss wartete der letzte Wegabschnitt nach Mayen — und der hatte es noch einmal in sich. Viele Schritte bergauf und bergab, einige Regenschauer, aber auch zahlreiche Gespräche, Gebete, Eindrücke und Fotos in einer abwechslungsreichen Landschaft lagen hinter den Pilgerinnen und Pilgern, als sie schließlich ihr Ziel erreichten.

Mit einem Segen zum Abschied, einem Eis auf die Hand und der Rückfahrt mit dem Zug nach Koblenz endeten zwei Tage, die Gemeinschaft erlebbar machten: im Gehen, im Zuhören, im Innehalten — und in der Erfahrung, gemeinsam unterwegs zu sein.