Vom Krankenhaus zum Seniorenzentrum
1309
Das heutige Seniorenzentrum St. Josef Münstermaifeld wird erstmals in einer Urkunde vom 10. November 1309 erwähnt. Über die Jahrhunderte hinweg dient es in Form eines Stifts der Hilfe für kranke und bedürftige Menschen der Stadt und der Region.
1845
Das Krankenhaus wird bis 1925 von den Schwestern vom heiligen Borromäus geführt.
1925
Am 4. März gründen die Franziskanerinnen von der Barmherzigkeit in Luxemburg eine Filiale mit sechs Schwestern in Münstermaifeld und übernehmen das Krankenhaus.
1934
Operationszimmer und Sterilisator werden gekauft.
1935
Anschaffung eines Röntgen- und eines Durchleuchtungsgerätes.
1937
Eröffnung einer Entbindungsstation.
1939
Mit Ausbruch des Krieges werden alle Verbindungen nach Luxemburg untersagt. Das Krankenhaus wird geräumt und mit Soldaten belegt, die von den Schwestern gepflegt werden.
1940
Die Nazis schließen den Kindergarten
1944
Die Schwestern gehen betteln, um die Essensversorgung der Kranken sicherzustellen.
1946
Zur Aufnahme von zwei Mädchen in den Orden wird ein Postulat errichtet.
Am 6. November ist Grundsteinlegung für das Heilig Geist Spital in der Untertorstraße.
In den 50er Jahren wurde das Haus St. Martin erbaut.
1948
Die Schwestern übernehmen wieder den Kindergarten und die Nähschule.
1953
80 Anmeldungen für den Kindergarten bedingen eine Erweiterung.
1954
Anschaffung eines neuen Röntgengerätes.
1956
Inbetriebnahme einer neuen Küche.
1957
Ankauf eines Stalles mit Garten in der Nachbarschaft.
1958
Die Kapelle im Erdgeschoss von St. Josef wird bezogen.
1962
Ein 50.000-Liter-Öltank wird in einen Schacht im Innenhof eingebaut.
1963
Für 15.000 DM wird das Haus Welsch gekauft. Es stand auf dem Gelände, wo später der Nutzgarten war und in den Jahren 2004 bis 2008 der Neubau errichtet wurde.
Der Geschäftsführer wird wegen Vernachlässigung seiner Aufgaben fristlos entlassen.
1965
Eine neuer Kreuzweg aus Oberammergau schmückt die Kapelle.
1966
In der Kapelle wird eine Franziskusstatue aufgestellt.
1971
Das Pförtnerhaus wird abgerissen und die Kapelle renoviert. Dabei wird der Altar gekürzt und zu den Messbesuchern gedreht.
1972
Die Einrichtung bekommt einen Hausgeistlichen, der eine Wohnung im Haus bezieht.
Die Waschküche wird modernisiert.
1973
Am 30. Juni wird der Kindergarten an die Stadt übergeben. Schwester Ludivika bleibt bis 1981 Leiterin.
1974
Neubau St. Marien.
1979
Das Krankenhaus wird zum 31.12. zum Altenheim umgewidmet.
Die Oberin, Schwester Rosaria Kleis geht zurück nach Luxemburg, Nachfolgerin wird Schwester Martina Schauster.
13 Ordensschwestern arbeiten in der Einrichtung: Ihre Einsatzgebiete sind Küche, Waschküche, Nähzimmer und Kindergarten.
1982
Die Schwestern veranstalten einen Basar zur Verschönerung der Kapelle: Chorraum, Altar, Tabernakel und Ambo werden erneuert.
1983
Ausbau des obersten Stockwerkes von St. Marien zur Klausur der Ordensschwestern.
1985
Einweihung des in zweijähriger Bauzeit völlig umgebauten Hauses St. Josef.
1986
Vollständige Erneuerung der Sanitäranlagen in St. Martin.
1991
Die sechs Schwestern beziehen das umgebaute Haus St. Antonius. Die bisherige Klausur wird umfunktioniert in die Kurzzeitpflege.
1999
Der Barmherzige Brüder Trier e.V. übernimmt die Trägerschaft des Altenheimes, das der Einrichtung Barmherzige Brüder Saffig zugeordnet wird. Der Einrichtungsname wird geändert in Alten- und Altenpflegeheim St. Josef. Das Grundstück wird per Erbpachtvertrag auf die Dauer von 99 Jahren von der Stiftung gepachtet.
Sr. Martina gibt die Heimleitung ab und arbeitet als Mitarbeiterin im sozial begleitenden Dienst. 2003 geht sie in den Ruhestand , seitdem arbeitet sie ehrenamtlich in der Einrichtung.
Ellen Berschel, Heimleiterin des Altenheimes Maria vom Siege in Plaidt, das ebenfalls zu Saffig gehört, übernimmt diese Funktion auch in Münstermaifeld, Pflegedienstleiterin wird Sabine Merfeld. Es sind nur noch zwei Schwestern in der Einrichtung tätig.
2002
Am 15. Mai gründet sich der Förderverein Alten- und Altenpflegeheim St. Josef Münstermaifeld e.V.
2004
Beginn umfangreicher Baumaßnahmen: Teile der Gebäude werden abgerissen und durch neue ersetzt, andere werden von Grund auf saniert.
2005
Am 1. Juni wird Sabine Merfeld, die seit ihrer Eheschließung Schwab heißt, Heim- und Pflegedienstleiterin.
2008
Fertigstellung der Baumaßnahmen. Zugleich wird die Einrichtung von Alten- und Altenpflegeheim St. Josef in Seniorenzentrum St. Josef Münstermaifeld umbenannt. Wegen der Verlegung des Haupteingangs ändert sich die Anschrift von Frankenstraße 1-5 in Obertorstraße 35.
2010
Im Mai hält das Qualitätsmanagement Einzug im Seniorenzentrum: Die Einrichtung wird durch proCumCert nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Wegen der umfangreichen Baumaßnahmen war die in allen anderen Einrichtungen der Barmherzigen Brüder Saffig 2006 abgeschlossenen Zertifizierung in Münstermaifeld verschoben worden.
Die St. Josefskapelle und die Lourdesgrotte im Garten des Seniorenzentrums werden nach vollständiger Renovierung durch den neuen Pfarrer Guido Lacher eingeweiht. An der Renovierung waren auch ortsansässige Firmen ehrenamtlich beteiligt.
2011
Im Juni ist Gründungsversammlung für einen Qualitätsbeirat mit den Zielen, mehr Transparenz und Qualität in der Betreuung von älteren Menschen zu gewährleisten. Gründungsmitglieder sind Marie-Luise Kluge (Förderverein), Josef Klöckner (Heimbeirat), Sabine Schab und Doris Klein (Heimleiterin und Stellvertretung), die Ehrenamtlichen Mechthild Scholz, Josef Theisen und Willi Schwarzmann sowie Frank Mertes (Hausoberer), Günter Mosen (Geschäftsführer), Robert Müller (Stadtbürgermeister) und Brigitte Wolf (kath. Pfarreiengemeinschaft)